Garne mit Verläufen verstricke ich zurzeit oft. Es macht Spaß, wenn immer neue Farbtöne aus dem Knäuel kommen, und überrascht. Oft aber ist es eine ärgerliche Überraschung. Dann zum Beispiel, wenn die Farben am Ende von Knäulen nicht an einander passen. Dafür wird beim Verkauf zwar auf die Farbpartie geachtet, aber manchmal stimmt’s dennoch nicht. Dehalb: Aufpassen und vor dem Stricken die Fadenenden innen und außen genau angucken.

Bunter Verlauf: Schal aus lang Merino 150

Bunter Verlauf: Schal aus lang Merino 150

Kein Problem macht zum Beispiel das dünne Merino-Garn (150) von Lang. Dessen Farbverlauf ist willkürlich und wiederholt sich in keinem der Knäuel. Eine Grundfarbe, die immer wieder erscheint, sorgt für Geschlossenheit und Wirkung: Folge, alle Knäuel können von innen wie auch von außen aneinander angesetzt werden. Der Verlauf wird dadurch nicht unterbrochen. Der Schal links ist damit gestrickt, man sieht nicht, wo der eine Faden endet und das nächste Knäuel beginnt. Die Grundfarbe ist ein dunkles Violett.

Anders Garne wie Midara Jazz aus Litauen: Sie stellen einen Regenbogenverlauf her. Es geht über Blau und Grün zu Gelb, Orange und Rosa. Wer davon mehrere Knäuel verarbeitet, sollte sich die jeweiligen Farben an den Enden innen und außen anschauen, bevor er losnadelt. Ich hab das bei Katjas Schal leider nicht gemacht.

Regenbogenschal: Vorm Losstricken erste die Farben an den Enden der Knäule anschauen

Regenbogenschal: Vorm Losstricken erste die Farben an den Enden der Knäule anschauen

Folge: Der Anfang in Grün vom einen Knäuel hätte besser zum Ende des nächsten gepasst. Aber als ichdas merkte, war’s schon verstrickt. Um den Regenbogenverlauf nicht zu unterbrechen, musste ich folglich leider Garn abwickeln und abschneiden. Da liegt jetzt ein Rest im Korb, den ich nicht so recht brauchen kann.