Messen für die Knitulator-App

Maß nehmen: Wenn eine Freundin hilft, wird’s exakter. Foto: adam121/Fotolia

In ein schönes Garn investiert und viele Stunden gestrickt oder gehäkelt – und am Ende passt die Jacke, der Pullover oder die Weste nicht: In den Untiefen meines Schrankes liegen noch zwei, drei Tüten, in denen Pullover stecken, die zu eng oder zu groß gerieten und nun darauf warten, aufgeribbelt und neu gestrickt zu werden.

Stricken-Person-ausmessen

Das Schema zeigt die wichtigsten Maßpunkte

Mit Messen ließen sich solche teuren, aber sinnlosen Fleißarbeiten vermeiden – und Knitulator, die #Strickapp und #Häkelapp, speichert alle Angaben für die Zukunft. Das gilt auch für die Maße von Freunden und Familienangehörigen, die ihr gelegentlich umgarnt. Genauer wird’s, wenn eine FreundIn euch vermisst – am besten im anliegenden T-Shirt und Jeans, noch exakter in Unterwäsche. Die Skizze rechts zeigt euch, wo ihr das Maßband anlegt und was ihr messt.

Einen Pullover vermessen

Haben Freunde gerade Besseres vor, nehmt ihr von einem gut sitzenden, langärmeligen Pullover Maß. Das sind die wichtigsten Angaben für die Weite oder Breite eines Oberteils, die sich außerdem nur ändern, wenn ihr wirklich viel zu- oder abnehmt.
• Messt die untere Kante eures Pullovers: den Bund (1)
• An der breitesten Stelle unter den Armausschnitten: die Rückenbreite (2) oder auch Brust (s.o.).
Für taillierte, anliegende Frauenpullover und -Jacken sollte außerdem das Taillen-Maß eingetragen werden.
Weitere Maße für die Weite oder Breite:
• Von Schulternaht zu Schulternaht: die Schulterbreite (3).
• Die Breite des Halsausschnitts (4).
• Von der Ausschnitt- bis zur Ärmelkante: die Breite einer Schulter (5). Am besten die Waagerechte nehmen, wenn die Schulter wie beim Pullover im Bild schräg verläuft.
• Die Breite des Armausschnitts (6): Dieses Maß könnt ihr auch berechnen, indem ihr von der gesamten Rückenbreite (2) die Schulterbreite (5) abzieht und durch zwei teilt.

Pullover ausmessen für Strick- und Häkelmode

Die Maße, die ihr von einem Pullover nehmen könnt. Schema: Suslo/Fotolia

Nach der Weite folgt die Höhe

Nach den Angaben zur Weite oder Breite folgen nun die zur Länge oder Höhe:
• Messt dafür von der Schulter bis zur unteren Kante: die Gesamtlänge (A). Ist die Schulter vom Pullover schräg gearbeitet, legt ihr das Maßband an der höchsten Stelle dicht bei der Ausschnittkante an.
• Wichtig ist außerdem die Höhe bis zu den Armausschnitten (B).
• Zieht ihr das Maß B von der Gesamtlänge A ab, erhaltet ihr die Höhe des Armausschnitts (C), die ihr auch ausmessen könnt. In diesem Fall die schräge Schulter vernachlässigen.
• Interessant ist noch die Höhe des Ausschnitts – dafür messt ihr von der Unterkante des Ausschnitts bis zur höchsten Stelle der Schulter (D), das Maßband also unter dem Bündchen anlegen.

An die Ärmel denken

Zumindest ein ärmelloses Oberteil könntet ihr aus diesen Maßen schon häkeln oder stricken.
Vom Ärmel braucht ihr
• die untere Länge vom Bund bis zur Ausschnittnaht (E),
• die Breite des Bundes (7),
• die Breite des Unterarmes (8),
• die Breite des Oberarmes (9). Die letzten drei Maße bitte mal zwei nehmen, damit die Ärmelweite vollständig ist.

Für diese Maße findet ihr in Knitulator, der Strick- und Häkel-App, bereits Eingabefelder, wenn ihr ein Projekt mit einem Namen anlegt. Habt ihr bereits die Daten einer Maschenprobe eingegeben, berechnet Knitulator sofort die Maschen und Reihen, die ihr arbeiten müsst für euren Pullover.
Viel Spaß beim Messen, Rechnen, Stricken, Häkeln – Mode machen.