#Wolladiho - Tina Schettler - München

TIna Schettler bei der Arbeit

Zuerst umgarnte sie Barbiepuppen, dann auch Freunde und Bekannte: Christine Schettler strickt schon seit Jahrzehnten. 2011 hat die Münchnerin ihr Hobby zum Beruf gemacht: Im Herbst des Jahres eröffnete die Grafikerin ihren Strickladen Wolladiho in der Münchner Gabelsberger Straße (nahe der U-Bahn-Haltestelle Stiglmaierplatz). “Das Kreative am Stricken, die Garne, das Zusammenstellen von Mustern und Farben, das finde ich interessant und faszinierend”, sagt Tina. “Ich bin früher viel auf meine selbstgemachten Werke angesprochen worden.” Und so strickte sie der einen oder anderen Freundin oder Bekannten einen Pullover und verdiente sich einen Studienaufenthalt in Portugal mit Selbstgenähtem und Selbstegestricktem.

Wolladiho Wollgeschäft München

Wolladiho: Die gemütliche Adresse für Crafistas in München

Wolladiho ist eine gemütliche Adresse. Der Laden ist klein, verwinkelt und voller Wolle. “Meistens wähle ich Garne aus, die einen hohen Anteil an Naturfasern haben”, kommentiert Tina ihr Sortiment. Darin finden sich seltene Wollen von kleinen Manufakturen wie der Münchnerin Tamara Rupp, die als “Herzkönigin” Lace-Wolle färbt, oder von Mirasol, die die Produkte peruanischer Genossenschaften vermarkten. Auch nicht überall in Deutschland zu haben sind die Kaschmir- und Yakgarne von Lotus Yarn aus China oder die Wolle der Londoner Designerin Debbie Bliss. Daneben führt Wolladiho die Garne von Lana Grossa, Lang Yarns und Schulana aus der Schweiz. Wer Zeit mitbringt, kann sich in den Büchern von Tina Schettler inspirieren lassen, mit der Ladeninhaberin fachsimpeln oder er nimmt sich zur Wolle noch ein Anleitungsheft mit. Natürlich verkauft Tina Schettler auch Nadeln, Knöpfe zum Behäkeln und Bestricken sowie handgenähte Nadeltaschen, über die sich SelbermacherInnen freuen.

Von der Decke hängen im Wolladiho Mützen, Dreickestücher, Häkelfiguren und andere Werke. Figurinen tragen die Pullover, die Tina für sich und andere gestrickt und gehäkelt hat. Statt der bekannten Probeläppchen schafft sie nämlich lieber Brauchbares und Praktisches, um Garne auszuprobieren und um eine Vorstellung davon zu vermitteln, was die Crafistas damit machen können. Meistens trägt Tina auch eines ihrer Werke, und wenn sie an Sonnentagen nicht vor dem Laden strickt, berät sie sachkundig KundInnen oder werkelt im Hinterzimmer an Grafiken und Flyern. “Ich will nicht nur Knäuel verkaufen”, sagt sie, “sondern auch Beratung und Unterstützung beim Handarbeiten bieten. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Wollläden und deshalb mein Alleinstellungsmerkmal.” Deshalb nimmt sich Tina Zeit für ihre Kunden, auch auf die Gefahr hin, dass andere warten müssen. Aber die können dann in Wollen und Garnen stöbern und davon träumen, was sie bald selbst machen können. Neuerdings bietet sie im Laden oder im Café Lotti ums Eck Strick- und Häkelkurse an: Beim nächsten Themenkurs geht es um gehäkelte Espandrilles, die offenen Kurse widmen sich den Strick- und Häkelfragen der Teilnehmerinnen. Die Termine stehen auf der Website von Wolladiho oder bei Facebook, wo Wolladiho ebenfalls präsent ist.

Wolladiho Gabelsbergerstrasse München

Das Wolladiho in der Münchner Gabelsbergerstraße

Aktualisierung: Leider hat das Wolladiho in München 2016 geschlossen, allerdings verkauft Christine Schettler weiterhin Wolle auf Stricktreffs und online.  Knitulator wünscht dabei viel Erfolg!

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