Rundherum einfahcer #Pulloverschnitt von #Knitulator

Bis zu den Armausschnitt in Runden gestrickt: Kinderpullover mit Sternenmuster

Muster #stricken oder #häkeln, ist kompliziert genug. Ich liebe daher einfache #Pulloverschnitte, die durch verschiedene Ausschnittsformen oder Ärmellängen zu variieren sind. Nach dem Pullover aus vier Vierecken möchte ich euch heute eine Alternative vorstellen, die ich meistens bis zu den Ärmeln in Runden arbeite und erst danach in Reihen. Der rundherum einfache Pullover ähnelt vom Schnitt her dem 4×4-Pullover – er hat auch viele gerade Kanten und ist eher lässiger – bekommt aber angedeutete eckige Armausschnitte und sitzt daher besser, vor allem wenn dickere Garne verarbeitet wurden.

In diesem Fall sind außerdem die Arme unten schmaler als oben. Beides ist an dem Sterne-Pullover oben gut zu erkennen: Durch regelmäßige Zunahmen an den Seiten entsteht unten am Ärmel eine schräge Kante, und dort, wo der Ärmel auf Vorder- und Rückenteil trifft, fügt er sich wunderbar in die Ecke des einfachen #Armausschnitts ein.

Die Maße für den rundherum einfachen Pullover

Auch für diesen #Pullover benötigt ihr nicht viele Maße. Nehmt einen gut sitzenden Pullover und messt ihn aus. Wies geht, lest ihr hier oder sehr ihr im Bild rechts. Für den rundherum einfachen Pullover benötigt ihr folgende Maße:

Pullover ausmessen für Strick- und Häkelmode

Für den rundherum einfachen Pullover braucht ihr die Maße 1, 2, 4, 7 und 9 sowie A, B, C und E

Breitenmaße:
1 – Breite Bund Vorder- und Rückenteil
2 – Breite Brust/Rücken
4 – Breite Ausschnitt (bei Bedarf)

7 – Breite Bund Ärmel
9 – Breite Oberarm

Höhenmaße:
B – Höhe bis zum Armausschnitt
C – Höhe Armausschnitt (entspricht der Hälfte der Breite des Oberarms, Maß 9)
D – Höhe Ausschnitt (bei Bedarf)
E – Länge Arm

Nach einer Maschenprobe könnt ihr mit #Knitulator, der #Strickapp und #Häkelapp, für jedes eurer persönlichen Maße schnell die erforderte Maschen- und Reihenzahl berechnen und diese in einem Projekt einspeichern. Während des Häkelns und Strickens könnt ihr die Reihen zählen – und seid nach einer Unterbrechung  so immer auf dem aktuellen Stand eurer Arbeit.

Rundherum einfach stricken und häkeln

Natürlich kann dieser Pullover auch getrennt in vier Teilen und in Reihen gearbeitet werden. Einfacher wird’s, wenn ihr Vorder- und Rückenteil zusammen und in Runden arbeitet. So erspart ihr euch das Zusammennähen. Vor allem beim Stricken erleichtert das außerdem die Arbeit. Für einen glatt rechts gestrickten Pullover werden nur rechte Maschen gearbeitet – farbige Intarsien-, Norweger- oder Fair Isle-Mustern sind so leichter zu bewältigen, aber auch viele plastische Muster wie Zöpfe.

Markiert mit einem Faden in Kontrastfarben oder mit einem Maschenmarkierer die Anfangs- und Endmasche sowie die beiden Mittelmaschen: Sie liegen später seitlich, dort wo normalerweise die Naht ist, und von hier werden die angedeuteten Armausschnitte eingearbeitet, dazu kommen wir später.

Wenn ihr Muster einplant, solltet ihr sie nicht von der Anfangsmasche der Runde aus planen, sondern von der vorderen Mitte (bei Bedarf ebenfalls markieren) ausgehend anlegen. Ich habe vor wenigen Jahren nach Anleitung, aber mit einem dickeren Garn einen Sternen-Pullover gestrickt. Brauchte also weniger Maschen als angegeben, allerdings ging die Maschenzahl mit dem Rapport super auf und ich legte los: Am Ende trafen die Sterne nicht exakt die Mitte, das sah beim Ausschnitt krumm, unsymmetrisch aus – hätte ich das Muster von der Vorderteilmitte angelegt, wäre der Rundenanfang an einer anderen Stelle im Musterrapport gelegen.

Hilfreich ist, einen Bund einzuplanen: Er gibt Häkelpullovern eine feste Kante und Halt, in Rippen gestrickt zieht er sich außerdem zusammen. Einen Effekt, den ihr auch beim Häkeln erzielen und beim Stricken noch verstärken könnt: Indem ihr 20 bis 30 Maschen weniger als gefordert auf der Rundnadel anschlagt und diese für einen lässig fallenden Pullover in der letzten Reihe des Bundes über die gesamte Breite verteilt zunehmt. Soll der Pullover enger anliegen, nehmt ihr die Maschen in kurzen regelmäßigen Abständen bis zur Brusthöhe zu – und zwar jeweils nach der Anfangs- und vor der End- sowie rechts und links von den Mittelmaschen: Da ihr Vorder- und Rückenteil zusammen auf der Nadel habt, müsst ihr an zwei Stellen also jeweils zwei Maschen pro Reihe zunehmen.

Ein einfacher Armausschnitt für Pullover

Arbeitet euren Pullover gerade hoch bis zu den Armausschnitten: Der einfache #Armausschnitt ist eckig und ragt etwa zwei bis vier Zentimeter in das Vorder- und Rückenteil hinein (siehe Bild). Kettet also beim Stricken für die Ausschnitte in einer Runde an den markierten Seiten jeweils vier bis acht Zentimeter ab. Startet damit zunächst links und rechts von den Mittelmaschen, so könnt ihr am Ende der Runde die nötigen Maschen am Ende und am Anfang zusammen abketten und das Rückenteil fertig arbeiten, ohne den Faden abschneiden und verwahren zu müssen.

Wenn ihr beim Häkeln die Höhe bis zu den Armausschnitten erreicht habt, schneidet ihr nach dem Schließen der letzten Runde durch eine Kettmasche den Faden ab und startet die folgenden Reihen zwei bis vier Zentimeter nach der Anfangsmasche versetzt. Oder ihr überhäkelt die ersten Anfangsmaschen mit Kettmaschen – die sind flach und fallen später nicht mehr auf.

Einfacher Armauschnitt für gestrickte und gehäkelte Pullover

Der einfache Armausschnitt ist eckig und nur zwei bis vier Zentimeter breit

Die Brust- und Rückenpartie des rundherum einfachen Pullovers wird danach in Reihen fertiggestellt. Die Maschen des Rückenteils können in einer geraden Linie abgekettet werden. Wenn ihr das Vorderteil ebenso abschließt, entsteht ein U-Boot-Ausschnitt. Für einen runden Ausschnitt werden – je nach Ausschnitthöhe und -Breite – etwa sieben bis fünf Zentimeter vor der letzten Reihe die mittleren Maschen abgekettet und beide Seiten getrennt zu Ende gearbeitet. Die Runde entsteht, indem in den nächsten Hinreihen mehrmals mehrere Maschen abgekettet und mehrmals eine Masche abgenommen wird. Ein V-Ausschnitt entsteht, indem die Arbeit geteilt und bis zur letzten Reihe in regelmäßigen Abständen an der Ausschnittkante jeweils eine Masche abgenommen wird.

Ganz leicht die Ärmel anpassen

Auch die Ärmel beginnen mit einem Bund. Soll er eng anliegen, 5 bis 10 Maschen weniger als berechnet anschlagen und Rippen stricken. In der letzten Bundreihe dann die Maschenzahl erhöhen. Für die Ärmelschräge wird an beiden Kanten in regelmäßigen Abständen eine Masche zugenommen, so lange, bis die notwendige Breite des Oberarms erreicht ist. Ist die Gesamtlänge des Ärmels gearbeitet, werden darüber hinaus noch ein paar Reihen gestrickt oder gehäkelt – ohne Zunahme und mit gerader Kante: Dieses Stück ist genaus so hoch wie der Armausschnitt breit ist und passt sich am Schluss genau in die gestrickte Ecke von Vorder- und Rückenteil ein (s. Bild oben).

Ärmel einnähen in den Pullover

Der gerade Ärmel lässt sich leicht in den einfachen Armausschnitt einnähen

Ihr könnt natürlich auch die Ärmel in Runden stricken – dann am besten mit einem Nadelspiel. Wie beim Häkeln in Runden liegen die Zunahmen bis zur Oberarmbreite nach der Anfangs- und vor der Endmasche. Und: Die letzten Zentimeter (so hoch wie der einfache Armausschnitt breit ist) müssen in Reihen gearbeitet werden, damit der Ärmel in den Armausschnitt eingenäht werden kann (s. rechts).

Variationen des Pulloverschnitts

Dieser einfache Pullover lässt sich gut variieren. Etwa durch
• verschiedene Ausschnittformen (der Kinderpullover oben hat einen höheren Stehkragen, der grüne Männerpullover einen Schalkragen) oder
• durch unterschiedlichste Längen von Vorder- und Rückenteil und/oder Ärmeln
• oder durch verschiedene Weiten: eng anliegend oder eher lässig.
• Ohne Bund werden die Teile gerade, das macht den Schnitt wird T-Shirtartiger.
• Mit einem geteilten Vorderteil wird der Pullover zur Jacke
• Ohne Ärmel wird ein Pullunder oder ein Sommerpullover daraus: In die Ecke kann wunderbar ein gerader Abschluss eingestrickt- oder gehäkelt werden.

Welche Ideen habt ihr für den rundherum einfachen Pullover? Zeigt sie uns bei Facebook, Pinterest oder hier im Blog.