Rentier Rudolf als Eierwärmer von #Knitulator

Zum zweiten Advent trabt Rudolf, das Rentier mit der roten Nase an

Zum zweiten Advent folgt nach den Nikolausmützen nun Rudolf, the Red Nosed Reindeer: Das Rentier mit der roten Nase, das Dean Martin einmal so sprechend mit schwerer Zunge besang (auf Youtube gibt’s diese Version leider nicht). Reitet auch bei uns der Nikolaus auf einem Hirsch herbei? Egal, ich mag das Lied, die Figur – und so ein Elchkopf mit roter Nase macht sich auch auf einem Advents-Ei recht gut. Leider sind mir die Bilder in der Adventshektik nicht wirklich gut gelungen. Aber ich hoffe, ihr seht mir das nach.

Nach langem Herumlaufen – es ist gar nicht so leicht, im Münchner Spätherbst dunkelbraune Baumwolle aufzutreiben – habe ich mit einem Baumwoll-Viskose-Garn von On Line namens Java sowie Baumwollresten in Cremeweiß und Rot sowie mit einer Häkelnadel Nr 2,5 gearbeitet. Aber mit Hilfe von Knitulator, der Strick- und Häkel-App, könnt ihr diese Anleitung natürlich leicht auch auf dickere Garne umrechnen. Der Eierwärmer hat einen Umfang von 15 Zentimetern und ist 5 Zentimeter hoch, benötigt werden dafür 34 Maschen und 14 Reihen halbe Stäbchen in Braun sowie vier Reihen feste Maschen in Weiß.

Okay, Rudolf ringt euch ein bisschen Fingerspitzengefühl ab – aber ihr kriegt das hin. Der Eierwärmer wird im Großen und Ganzen so gearbeitet wie die Nikolausmütze, allerdings arbeitet ihr hier dieses Mal auf der Innenseite und dreht den Wärmer erst beim Häkeln der hellen Reihen auf die richtige Seite um. Geweih und Ohren werden in den Runden mitgehäkelt und werden ähnlich wie Picots gearbeitet, allerdings ohne dabei Maschen zu überspringen.

Rudolf, the rednosed Reindeer als Eierwärmer häkeln

KOPF: • In einen Fadenring zwei Luftmaschen (LM) und 8 halbe Stäbchen (HST) in Braun häkeln, Runde mit einer Kettmasche (KM) schließen und den Anfangsfaden strammziehen (lasst möglichst einen langen Faden hängen).
Alle Runden starten, wenn nicht anders angegeben, mit zwei LM und enden mit einer KM.
• 2. Runde: Zwei LM, ein HST und in jede folgende Masche zwei HST arbeiten: 16 M.
• 3. Runde: Zwei LM, ein HST und danach jede 2. M. verdoppeln: 24 M.
• 4. Runde: Zwei LM, ein HST und danach jede 3. M. verdoppeln: 32 M.
• In der 5. Runde nur noch zwei Maschen zunehmen: 34 Maschen. Danach geht’s ohne Zunehmen weiter.
• In der 6. Runde wird das Geweih gehäkelt: Dieses besteht aus einer LM-Kette und festen Maschen (FM), die Seitenhörner entstehen durch weitere kurze LM-Ketten, aus die ebenfalls FM gearbeitet werden.
Nach der 9. M. und nach der 26. M (beide HST) jeweils eine Kette von 13 LM häkeln. Eine Wende-LM überspringen und drei feste Maschen (FM) arbeiten. Für das erste Seitenhorn 5 LM häkeln und darauf vier FM platzieren, ein HST zusätzlich in die 3. LM der langen LM-Kette arbeiten. In die 4., 5., und 6. LM eine einfache FM arbeiten und für das nächste Seitenhorn 5 LM und darauf 4 FM arbeiten. Wieder ein HST zusätzlich in die 7. LM setzen.  In die 7., 8. und 9 LM ebenfalls FM arbeiten und wie beschrieben das dritte Seitenhorn arbeiten. In die letzten drei Luftmaschen der Kette jeweils ein HST arbeiten.
Danach nochmals ein HST in die 9. Runden-Masche platzieren und wie gewohnt die Runde weiterarbeiten. Nach der 26. M noch ein Geweih fabrizieren.

Eierwärmer Rudolf von #Knitulator im Detail

Rudolf nochmal im Detail: Geweihe und Ohren werden direkt eingehäkelt, die Nase ist eine rote Häkelnoppe

GEWEIH: • In der 7. Runde vor den beiden Geweihen in die untere Reihe einstechen und von dort den Faden für die nächste Masche holen und ein Stäbchen häkeln. Außerdem die Ohren einhäkeln: Dafür nach der 15. Masche 4 LM und in die erste LM drei ST häkeln, mit einem HST in die 15. Masche das Ohr mit dem Kopf verbinden. Nach dem gleichen Prinzip nach der 22. M noch ein Ohr arbeiten und die Runde mit HST und einer KM beenden.
• Noch drei weitere Runden in Dunkelbraun arbeiten. Dabei vor den Ohren wie bei den Geweihen den Faden aus der unteren Reihe holen und ein Stäbchen häkeln. Faden abschneiden, den Eierwärmer auf die Außenseite drehen und in der Gegenrichtung mit hellem Garn eine Runde FM weiterhäkeln: Dabei das braune Fadenende sowie den hellen Fadenanfang überhäkeln.
DIE ROTE NASE: • In der 12. Runde wird in der Mitte zwischen Ohren und Geweih, also auf die 17. M eine dicke rote Häkelnoppe mit einem Stäbchen gearbeitet. Dafür den roten Faden schon ein paar FM vorher einarbeiten. Für die Noppe wird mindestens drei Mal abwechselnd ein Umschlag auf die Nadel gelegt, in die Masche gestochen und eine Fadenschlinge geholt. Je mehr Umschläge und Schlingen auf der Nadel liegen, umso auffälliger und größer wird die Nase. Alle Umschläge und Schlingen auf ein Mal abmaschen und noch ein Stäbchen neben die Noppe in die 17. Masche häkeln. Danach die Runde in Weiß beenden und dabei das rote Fadenende mithäkeln.
• In der 13. Runde entsteht das Maul: Dafür nach der 15. FM sieben Luftmaschen anschlagen und damit einen Bogen über die Nase und in die 21. Masche schlagen. Die Runde wie gewohnt beenden.
• Die 14 und letzte Runde FM arbeiten, dabei auch die Luftmaschen überhäkeln. Nach der Kettenmasche Faden abschneiden und durchziehen.
• Fäden vernähen, dabei die Geweihe mit ein paar Stichen und dem langen Anfangsfaden eng an den Kopf nähen: Fertig.

Viel Spaß mit den Rentieren – und nächste Woche gibts ein weiteres Weihnachtsgeschöpf zum Nachhäkeln: Verprochen!