Wolle aus Bayern und Europa, aus kleinen Manufakturen und vor allem ökologisch, also Natur und die Tiere schonend hergestellt: Das ist das Programm von Christine Biedermann, die im Dezember in München ihren Wollladen Rauwerk eröffnet hat. Rauwerk ist unter der Woche dienstags und donnerstags von 18 bis 20 Uhr und freitags sowie samstags von zehn bis 19 Uhr geöffnet. “Hauptberuflich bin ich Datenanalystin und Softwaretesterin”, erklärt Christine die Öffnungszeiten.  “Der Laden und die Wolle kamen zu mir, Natur-Wolle ist ein tolles Produkt, das ich gerne anbieten und bekannt machen will.”

Rauwerk verkauft exklusive Garne von kleinen Manufakturen aus Europa

Naturtöne, frische Farben, teils von Hand gefärbt: das Sortiment bietet Garne aus Großbritannien, Deutschland, Spanien und Italien

Für ihren kleinen Laden in der Pariser Straße nahe beim Münchner Ostbahnhof ist Christine von London, wo sie viele Jahre lebte, in ihre Heimat zurückgezogen. Ihre Heimatverbundenheit und die Liebe zu Großbritannien macht sich auch im Sortiment bemerkbar: Neben verschiedenen Wollen aus Bayern finden sich hier insbesondere verschiedene Garne von kleinen britischen Labeln. “Ich habe nur europäische Hersteller ins Programm genommen”, erklärt die Wollspezialistin. “Diese verarbeiten zwar auch Kaschmir, Yak oder Alpaka, aber das sind Ausnahmen im Sortiment.”

In den Regalen liegen Stränge und Knäule Blacker Yarns, Barramewe, Gregoria Fibers, John Arbon, Jamieson & Smith und weiteren Labeln – es sind Tweedgarne, unterschiedliche Merinoqualitäten in klassischen, zeitlosen Farben, teils meliert, teils handgefärbt, oft naturbelassen und von seltenen Rassen. Hinter den Marken stecken vorwiegend kleine Betriebe, die Schäfereien aus ihrer Region fördern, aussterbende Rassen erhalten wollen und daher deren Wolle verarbeiten und vermarkten. Jamieson & Smith konzentriert sich beispielsweise auf das Garn von Schäfereien der Shetland-Inseln, The Living Rug-Garne stammen von 50 Schafen aus dem Peak Destrict, einem Naturschutzgebiet südlich von Sheffield.

Exklusive Wollqualitäten, einzigartige Farben

Klein, fein, handgefärbt – das hat zwar seinen Preis, dafür findet ihr bei Rauwerk exklusive und einzigartige Garne. Auch aus Deuschland übrigens: zum Beispiel die handgefärbten Garne von Jule Kebelmann namens “Hey Mama Wolf” aus dem Norden sowie bayerische Wolle, etwa von Werdenfelser Schafen aus der Region um Garmisch-Partenkirchen oder vom Fuchschaf aus der Gegend um Coburg. Aus dessen Wolle ist übrigens die quer gestrickte Bommelmütze gemacht, die ich vor Weihnachten vorgestellt hatte: ein tolles, handfestes, rustikales Garn, das es in vielen Natur- und frischen Farben gibt und zu der Christine jede Menge Geschichten und viel Wissenswertes erzählen kann. “Meine Leidenschaft für regionale, rassenspezifische Wolle spiegelt sich in der eigenen Wollmarke Rauwerk wider”, berichtet Christine weiter. “Die Schafherden, deren Wolle wir kaufen, leben in der Nähe von München, die Wolle selbst wird in Oberbayern versponnen und gefärbt.”

Neben Wolle verkauft Christine noch handgefertigte Taschen aus schottischem Tweed, mild duftende Schaf-Seifen, Zubehör wie Stricknadeln und Wollwaschmittel, außerdem eine kleine Auswahl von Strick-Magazinen, teils in englischer Sprache, sowie Wandkalender und Postkarten von The Living Rug. Wer nicht nach München kommen kann – Christines Garne gibt’s auch online. Im Laden finden außerdem auch Kurse zu verschiedenen Techniken und Schnitten statt.

Rauwerk Wolle verkauft schöne Garne aus kleinen Manufakturen in Europa

Wolle und mehr: Rauwerk verkauft noch Tweedtaschen, Seife, Zubehör und veranstaltet Strickkurse

 

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