Häkelperlen hat Knitulator schon öfter vorgestellt: Hier wurden verschieden große Perlen mit Rocailles, Glas- und Holzperlen zu langen Ketten verarbeitet. Das geht ganz einfach, schnell – und damit könnt ihr wunderbare Mitbringsel, persönliche Geschenke oder für euch selbst ein schönes Schmuckstück gestalten.

Material für die Glitzerketten

Das Material ist dünnes Häkelgarn aus Baumwolle oder Perlgarn zum Sticken (das glänzt sehr schön) sowie Lurexgarne in Silber oder Blautönen. Außerdem braucht ihr eine Häkelnadel Nr 2,5, eine dünne stumpfe Nadel zum Fäden vernähen, eine Perlennadel und Füllstoff: Statt Watte eignen sich auch Wollschnipsel und -Reste wunderbar, sie sollten aber in ähnlichen Farbtönen sein. Dazu Rocailles, Holzperlen, Schmucksteine, Knöpfe  oder anderen Schmuck, mit dem ihr die Kugeln garnieren könnt.

So häkelt ihr Ketten

Die Ketten sind einfache Luftmaschen-Schlangen, die zwischen 60 und 80 Zentimeter lang sind: Bei 50 Zentimetern hängt die Kugel auf der Brust, bei 80 Zentimetern etwa auf Taillenhöhe. Für den angesagten Seventies-Look sollte die Kugel auf Bundhöhe hängen. Da wir alle unterschiedlich groß sind, probiert die Länge mit einem Faden aus.

Die Kugeln werden in Runden gehäkelt. Das Prinzip erklärt Knitulator hier genauer. In einen Fadenring acht halbe Stäbchen häkeln und die Runde mit einer Kettmasche schließen. In der nächsten Reihe werden die Maschen verdoppelt (16 M), danach nur jede zweite Masche verdoppeln (24) und in der vierten Reihe jede dritte (32 M). Es folgen drei Reihen ohne Zunahmen, danach geht’s im gleichen Tempo wieder zurück: also erst jede dritte und vierte Masche gemeinsam abmaschen, in der nächsten Reihe jede zweite und dritte. Spätestens nach diesem Arbeitsschritt die Perle schon mal feste mit Füllwatte oder Wolle füllen. Danach immer zwei Maschen zusammen abmaschen, eine Kettmasche schließt auch diese Runde. Faden länger (etwa 10 bis 15 Zentimeter) abschneiden und damit das Loch der Perle zusammenziehen. Die Perle in der Hand rollen und grade drücken.

Die Größen lassen sich variieren, wenn ihr weniger Zunahme-Reihen und folglich auch weniger Maschen häkelt. Ihr solltet aber mindestens zwei Reihen ohne Zu- oder Abnahme dazwischen häkeln.

Für die Muster wurden einzelne Maschen in verschiedenen Garnen gehäkelt oder aber Streifen. Stecht ihr dabei in die Masche eine Reihe tiefer ein, könnt ihr noch mehr Akzente setzen. Und nicht zuletzt entstehen Linienstrukturen, wenn ihr beim Häkeln nur in das hintere Maschenglied einstecht.

Knitulators Glitzerkugel-Ketten

Knitulators Schmuckwerkstatt: Perlen, Ösen, Knöpfe, Fäden – wer Schmuck gestaltet, braucht Material und Inspiration

Schmücken und Garnieren

Die Schokoladenseite der Kugeln ist der Häkelanfang, er sieht regelmäßiger aus als die zusammengezogenen Maschen und sollte daher oben liegen. Verwahrt mit ein paar Stichen den Schlussfaden unten, führt ihn mit der Nadel durch die Kugel und das fest zugezogene Loch des Fadenrings: Hieraus entsteht die Schlaufe:

  • entweder ihr näht damit eine Silberöse fest und zieht hier die Luftmaschenkette durch,
  • oder ihr fädelt auf den Faden noch Perlen oder Steine auf: Hier wurden vor allem Rocailles in passenden Farben sowie Glas- und Holzperlen verwendet. Legt den Häkelfaden danach über eine dicke Stricknadel oder den Stiel eines Kochlöffels und führt den Faden mit der Perlennadel durch alle Perlen zurück. Das kann manchmal schwer fallen, wenn die Löcher sehr klein sind. Mit einer Zange lässt sich die Perlennadel besser herausziehen. So entsteht oben die eine Schlaufe.
    Wenn ihr durch alle Perlen durch seid, stecht ihr den restlichen Häkelfaden mit der stumpfen Nadel durch die Häkelkugel zurück zum Boden und zieht ihn an, so dass sich die Schlaufe und Perlenschmuck locker auf die Häkelkugel legen. Nicht zu fest ziehen, die Perlen sollten sich bewegen können. Jetzt noch den Häkelfaden unsichtbar vernähen, danach Stricknadel oder Kochlöffel vorsichtig entfernen und die geschmückte Kugel sofort auf eine Kette fädeln, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Perlen wieder lösen.
  • Und natürlich könnt ihr auch unten Perlen oder Fransen oder Quasten befestigen. Für Quasten wickelt ihr Garn um ein breiteres Lineal oder eine zurecht geschnittene Pappe. Mit einem zusätzlichen Faden fahrt ihr an einer seite des Lineals unter allen Wickelfäden durch und verknotet den Zusatzfaden feste. Danach schneidet ihr die Fäden am anderen Ende auf und verknotet den Zusatzfaden um das gesamte Fadenbüschel noch einmal. So bildet sich eine Schlaufe die ihr an die Kugel nähen könnt oder an die ihr ebenfalls noch Perlen fädeln könnt.

Gutes Gelingen und viel Freude mit euren Häkelketten.